Zusammen einen lebenswerten Landkreis gestalten

Umweltschutz und Tourismus schließen sich nicht aus

 

Ob Fürstenstraße der Wettiner, Geiseltalsee, Burg Querfurt oder Teutsches Theater Teutschenthal - unser Landkreis besitzt eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, Naherholungsorten, kulturellen Angeboten und touristischen Zielen. Doch sind sie selten miteinander vernetzt. Oft wird der Naturschutz als Hindernis für die touristische Erschließung unsere Region empfunden. Wir sehen das anders. Aber wir sehen auch, dass sich der Landkreis für seine BürgerInnen im Bereich Umweltschutz mehr engagieren muss.

 

Unsere Ziele sind:

  • Wir fordern, Maßnahmen zur Umweltbildung im Landkreis zu etablieren.
  • Wir wollen, dass der Landkreis die Gemeinden bei der Durchsetzung von Maßnahmen zur Senkung des Nachtfluglärms mehr unterstützt.
  • Wir fordern die Unterstützung des Naturpark Saale-Unstrut-Triasland und des Naturparkes Unteres Saaletal.
  • Wir machen uns dafür stark, dass Beschwerden von Bürgern über Lärm- oder Geruchsbelästigungen schneller nachgegangen und die Ursachen behoben werden.
  • Wir unterstützen, dass mehr Blühstreifen entlang von Feldern angelegt werden.
  • Wir sind der Meinung, dass wir die extensive Beweidung schützenswerter Biotope langfristig nicht den Schäfern und Kleinbauern überlassen können. Wir setzen uns für eine Änderung der entsprechenden Förderprogramme ein.
  • Wir fordern ein eigenständiges mit allen Gemeinden abgestimmtes Tourismuskonzept, dass alle touristischen Potentiale im Landkreis erfasst und fördert.
  • Wir machen uns für den Ausbau des Wanderwegnetzes stark.
  • Wir kämpfen dafür, dass unter 18-Jährige in allen Museen des Kreises kostenlosen Eintritt haben.
  • Wir wollen, dass Vereine und Ehrenamtler, die sich im kulturellen Bereich betätigen, besser unterstützt werden.
  • Wir wollen unsere Denkmäler schützen und erhalten.

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Wirtschaft vor Ort unterstützen – Arbeitsplätze schaffen und sichern

 

Vor allem wegen der Chemieindustrie steht der Saalekreis wirtschaftlich gut da. Doch auch unser Landkreis wird durch den beschlossenen Kohleausstieg betroffen sein. Hier muss der Landkreis vorausschauend Projekte fördern, die unsere Energieversorgung sichern und Arbeitsplätze im Landkreis schaffen.

 

Unsere Ziele sind:

  • Wir werden den Strukturwandel durch den Wegfall der Kohle aktiv mitbegleiten und in diesen Prozess auch die Betroffenen einbeziehen.
  • Wir fordern eine zwischen Landkreis und Gemeinden abgestimmte und vernetzte Wirtschaftsförderung.
  • Wir unterstützen, dass Unternehmensgründungen aus der Hochschule Merseburg heraus besser unterstützt und begleitet werden. Das entsprechende Angebot des Merseburger Innovations- und Technologiezentrums sollte ausgebaut werden.
  • Wir fordern, dass eine Umwandlung des Kohlekraftwerks Schkopau in ein Gaskraftwerk mit Landesmitteln unterstützt werden soll.
  • Wir engagieren uns für eine bessere Vernetzung von Schulen und Wirtschaft, um die Berufsorientierung in den Schulen zu verbessern und, um den Schülern einen besseren Überblick über Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu geben.
  • Wir fordern, dass die vielfältigen Unterstützungsangebote gegen Langzeitarbeitslosigkeit des Eigenbetriebs für Arbeit bekannter gemacht werden.

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Öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und Infrastruktur ausbauen

 

Unser Landkreis besteht aus 20 Gemeinden, verteilt auf einer Fläche von 1.433,67 km². Fast jeder von uns legt täglich weit mehr als 30 km zurück, um auf Arbeit zu kommen und wieder zurück. Eine guter öffentlicher Nahverkehr und ein gut ausgebautes Straßen- und Radwegenetz sind hier unerlässlich.

 

Unsere Ziele sind:

  • Wir wollen, dass auch in Zukunft jedes Dorf im Landkreis mit Bus oder Bahn nicht nur zweimal am Tag erreichbar sein soll. Darüber hinaus werden wir uns für die Erstellung modernen, bedarfsgerechten Mobilitätskonzeptes im Landkreis engagieren. Das Rufbussystem muss digitalisiert und leichter verständlich werden.
  • Wir fordern, dass Fahrten mit Bus und Bahn preisgünstig sind.
  • Wir setzen uns für eine direkte S-Bahnverbindung Merseburg-Leipzig ein.
  • Wir unterstützen eine zügige Fertigstellung der A143 und setzen uns für den Bau der B181n und der 175n ein.
  • Wir machen und stark dafür, dass das Radwegenetz weiter ausgebaut wird und der Eigenanteil der Gemeinden bei dem entsprechenden Förderprogramm reduziert wird.
  • Wir fordern, dass Kreisstraßen und Radwege schneller instandgesetzt und saniert werden.

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Ordnung und Sicherheit sind uns wichtig

 

In vielen Orten des Landkreises fühlen sich Anwohner wegen des zunehmenden Verkehrs nicht mehr sicher und beschweren sich über zu wenig Geschwindigkeitskontrollen. Die unterschiedlichen Kompetenzen im Bereich Ordnung sorgen oft auch dafür, dass gemeldete Missstände zu lange nicht behoben werden. Der Kreis muss hier mehr Verantwortung übernehmen. Darüber hinaus klagen viele Wehrleitungen über die immer mehr werdenden vom Landkreis abgeforderten Statistiken. Anstatt die ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit Bürokratie zu überhäufen, soll der Landkreis die Feuerwehren besser unterstützen.

 

Unsere Ziele sind:

  • Viele Gemeinden im Landkreis haben sich auf der Seite des Sachsen-Anhalt-Melders integrieren lassen, damit Missstände online schnell gemeldet und der Bearbeitungsstand eingesehen werden kann. Wir wollen dieses Meldesystem auch in unserem Landkreis einführen.
  • Wir wollen den Brand- und Katastrophenschutz durch die Bereitstellung der notwendigen Ausrüstung unterstützen und wir werden für einen Bürokratieabbau im Verwaltungsbereich kämpfen.
  • Wir stehen für einen Rettungsdienst, der die Hilfsfristen einhält.
  • Wir fordern, dass der Landkreis mobile Blitzer anschafft, um eigenständig mehr Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.
  • Für uns schließen sich Hochwasserschutz und Naturschutz nicht gegenseitig aus, aber unser oberstes Ziel ist, dass wir alle beim nächsten Jahrhunderthochwasser sicher sind. Wir werden, den geplanten Bau eines Polders in der Elsteraue entsprechend kritisch begleiten.

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Gesundheit geht uns alle an

 

Auch wenn wir durch unsere Nähe zu Halle und Leipzig bezüglich der Dichte an Fachärzten in unserer Region noch profitieren, so ist das Problem des Landärztemangels auch bei uns vorhanden. Oft muss lange gesucht werden, um eine Nachfolgeregelung für Arztpraxen in den Dörfern zu finden. Das Land versucht mit Landarztstipendien diesem Problem entgegenzutreten, doch auch der Landkreis kann mehr für unsere Gesundheitsfürsorge unternehmen.

 

Unsere Ziele sind:

  • Wir fordern, dass der Landkreis zusammen mit den Gemeinden und Krankenkassen Strategien entwickelt, um das derzeitige Angebot an Arztpraxen auch in Zukunft vorhalten zu können.
  • Wir wollen, dass das Carl-von-Basedow-Klinikum weiter gestärkt wird und seine Rolle als Medizinisches Versorgungszentrum ausgebaut wird. Die Gründung einer Holding mit der Kliniken Burgenlandkreis GmbH unterstützen wir daher.
  • Wir regen an, das Projekt „Gemeinde-Notfallsanitäter“ zu initiieren, um den Rettungsdienst zu entlasten.
  • Wir werden zur Entlastung von Hausärzten nichtärztliche Praxisassistenzen (Gemeindeschwester) fördern.
  • Wir fordern, dass unbesetzte Stellen im Gesundheitsamt schnell ausgeschrieben werden und für die Amtsärztin eine Vertretungsregelung gefunden wird.

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