Berufsorientierung ist wichtiges Element zu Fachkräftesicherung

Veröffentlicht am 03.02.2014 in Landespolitik

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat heute den Antrag "Berufsbildungsbericht für das Land Sachsen-Anhalt" der Koalitionsfraktionen beschlossen. Darin wird die Landesregierung gebeten, dem Landtag im Juni 2015 einen Berufsbildungsbericht für das Land Sachsen-Anhalt vorzulegen und in der Folge alle zwei Jahre jeweils zum Juni zu berichten.
Die bereits in dem aktuellen Berufsbildungsbericht 2012 für das Land Sachsen-Anhalt gewählten Schwerpunkte sollen weiterhin Berücksichtigung finden. Dazu zählen die Darstellung und Interpretation der Entwicklungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die Darstellung der Projekte zur Berufsorientierung sowie Interpretation und Auswertung der Entwicklung und Wirksamkeit dieser Projekte sowie die Erläuterung der Aktivitäten, empirischen Ergebnisse und Erfordernisse in maßgeblichen Handlungsfeldern.

Dazu erklärt Patrick Wanzek, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Berufliche und Erwachsenenbildung: "Für die SPD ist die Berufsorientierung ein wichtiges Element in der Bildungspolitik. Wir brauchen eine frühzeitige und weitgefächerte Berufsorientierung in den Curricula aller Schulformen, die die Sekundarstufe I führen. Dazu sind Kooperationen zwischen den Schulen und den Betrieben notwendig.

In Sachsen- Anhalt haben wir mit BRAFO, dem Berufswahlpass und dem Berufswahlsiegel gute Projekte zur Berufsorientierung. Um diese qualitativ in den Schulen begleiten zu können, brauchen wir motivierte und qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer. Ihnen sollten spezielle Fortbildungen auch in den Betrieben der Umgebung angeboten werden, um auch praxisnahe Einblicke in die verschiedenen Berufe zu erhalten.

Bei der Berufsorientierung sind auch die Unternehmen in der Pflicht. Um in Zukunft ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften abdecken zu können, werden sie auch leistungsschwächere Jugendliche in die betriebliche Ausbildung integrieren und sie zu einem erfolgreichen Berufsabschluss begleiten müssen.

Die SPD setzt auf ein regional ausgewogenes, bestandsfähiges und leistungsfähiges Netz von berufsbildenden Schulen. Perspektivisch sollen berufsbildende Schulen zu Kompetenzzentren ausgebaut werden und im Sinne lebenslangen Lernens über die Erstausbildung hinaus wirken."

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