Wanzek: Analphabetismus ist ein unterschätztes Problem in Sachsen-Anhalt – Alphabetisierungskurse sollen Abhilfe schaffe

Veröffentlicht am 19.07.2013 in Landespolitik

Heute hat der Landtag von Sachsen-Anhalt einen Antrag der Regierungsfraktionen zur Förderung der Alphabetisierung beschlossen. Patrick Wanzek, Sprecher für Erwachsenenbildung der SPD-Landtagsfraktion, erklärte in seiner Rede, "wir müssen vor allem Strategien entwickeln, die es den Betroffenen ermöglicht, ohne Gesichtsverlust Hilfe zu finden – z.B. durch Alphabetisierungskurse. Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung, damit die betreffenden Personen ermutigt und motiviert werden, aus ihrer Anonymität herauszutreten und an Alphabetisierungskursen teilzunehmen." Deutschlandweite Untersuchungen und Hochrechnungen gehen davon aus, dass in Sachsen-Anhalt mehr als 200.000 Menschen von funktionalem Analphabetismus betroffen sein könnten, das sind etwa 10 Prozent der Bevölkerung.

Funktionale Analphabeten sind nicht in der Lage, die Schrift im Alltag so zu gebrauchen, wie es im sozialen Kontext als notwendig und selbstverständlich angesehen wird. Viele Betroffene schämen sich, dass sie nicht oder kaum lesen können. "Diese Menschen brauchen Unterstützung, sie brauchen eine zweite, vielleicht sogar eine dritte Chance, Lesen und Schreiben neu oder wieder zu erlernen", so Wanzek weiter.

Er verwies darauf, dass das Land hat im Rahmen der aktuellen EU-Förderperiode eine Million Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für Alphabetisierungskurse in Sachsen-Anhalt bereitgestellt habe. "Alphabetisierungskurse sind eine gute Investition in die Zukunft der Betroffenen und der Gesellschaft", sagte Patrick Wanzek. "Deshalb werbe ich für einen Grundbildungspakt, bei dem die Vertreter der Wirtschafts- und Sozialverbände Strategien zur Verhinderung des funktionalen Analphabetismus in Sachsen-Anhalt entwickeln."

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