Klaus Fritzsche aus Langeneichstädt spielt zum Bürgerfest der SPD in Leipzig auf der Drehorgel alte Arbeiterlieder

Veröffentlicht am 26.06.2013 in Bundespolitik

So kenne ich ihn – ich weiß nicht mehr, seit wie viel Jahren: Er dreht bescheiden seine Kurbel am Eingang zu unseren Versammlungslokalen und zaubert aus dem Leierkasten die alten gängigen Lieder, die sofort Feiertagsstimmung zu Parteiveranstaltungen erzeugen.

Selbst die Jusos bleiben nicht unberührt. Klaus Fritzsche ist einfach zur Stelle, ohne viel Aufhebens. Spielt für uns. Macht auf die SPD aufmerksam mit seiner Drehorgel.
Dem Reporter der „Sueddeutschen Zeitung“ sagt er, er habe vom Festakt der
Sozialdemokraten in Leipzig in der Zeitung gelesen, dann in der SPD-Geschäftsstelle
angerufen, ob er kommen dürfe. Er durfte.

Klaus Fritzsche erregt zweifellos Aufmerksamkeit, aber dass ihn wegen seines originellen Auftritts mit den alten Arbeiterliedern einmal Deutschlands größte überregionale Tageszeitung ihren Lesern, (und sogar mit einem Bild!) vorstellt, das hätte er sich sicher niemals träumen lassen. Während es im Gewandhaus um sozialdemokratische Überzeugungen, um Lassalle, um Bebel und so weiter ginge, bekäme man die wirklich alte Leier nur bei Kaus Fritzsche, schreibt die Zeitung. Er steht mit seiner Drehorgel draußen, auf dem Augustusplatz, neben der Absperrung am Eingang und spielt die sozialdemokratische Traditionshymne „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ und andere Lieder der Arbeiterbewegung, so wie er es früher sogar zweimal vor Bundeskanzler Gerhard Schröder getan habe. Dieser sei sofort aus dem Auto auf ihn zu gestürzt und habe sich mit ihm unterhalten. Zum Beweis zeigte Klaus Fritzsche Fotos.

„ …(Er) ist neben Claudia Roth das zweite bunte Pixel dieser Festaktgesellschaft. Roth ist in einem bunt gescheckten Kleid gekommen, aber Fritzsche kann da durchaus mithalten. Er trägt einen Strohhut mit schwarzer Krempe, an der karierten Weste klemmt eine Sonnenblume, im Stauraum hinter der Orgel liegt seine braune Herrenhandtasche.“, so die „Sueddeutsche“.

Das Ständchen „Weil Du heut‘ Geburtstag hast“ gilt natürlich dem 150-jährigen Jubiläum „seiner Partei“, wie er sich gegenüber dem Journalisten ausdrückt. Auf der Vorderseite des Leierkastens prangt ein Plakat mit der Aufschrift „150 Jahre SPD. Ein Grund zu feiern!“

Zu DDR-Zeiten war er in der SED, gleich nach der Wende ist er in die SPD eingetreten, „weil wir das Land ja schon in der DDR gegen die Wand gefahren haben, und ich dachte: Was kommt da jetzt auf Dich zu im Kapitalismus?“ Deswegen wolle er für soziale Gerechtigkeit eintreten.

Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier und Hubertus Heil, „Die kucken ja gar nicht“, sagt er dem Reporter, aber „naja, so ist die SPD manchmal“, und kurbelt trotzdem weiter. Die größte Wirkung habe er vor dem Gewandhaus aber mit Lied 166 erzielt. Ein Reporter soll ihm später erzählt haben, dass Francois Hollande ein paar Meter weiter auf der anderen Seite des Absperrbandes fast die Hacken zusammengeschlagen hätte, als Klaus Fritzsche zur Marseillaise ansetzte.

Herzlichen Glückwunsch zu dem großen Auftritt beim großen Jubiläum. Klaus Fritzsche ist 74 Jahre alt. Ihn möchte ich noch lange hören, sonnabendmorgens vor den Kreisparteitagen, und wenigstens in Gedanken mitsingen: „Mit uns zieht ein neuer Geist“.

Tilo Heuer, Ortsverein Kötzschau

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