Mitgliederentscheid in der SPD Sachsen-Anhalt zur "Kennzeichnungspflicht für Polizistinnen und Polizisten"

Veröffentlicht am 02.03.2012 in Justiz und Inneres

Der Mitgliederentscheid in der SPD Sachsen-Anhalt zum Thema Kennzeichnungspflicht für Polizistinnen und Polizisten ist auf den Weg gebracht. Der Landesvorstand hat sich zum Verfahren und zum konkreten Abstimmungsgegenstand des Entscheids verständigt. Der Mitgliederentscheid wird vom 19. März bis zum 16. April durchgeführt. In diesem Zeitraum haben die Mitglieder die Möglichkeit, ihr Votum per Briefwahl abzugeben.

Basis ist ein entsprechender Grundsatzbeschluss am 12. September 2011 vorausgegangen. Der Landesvorstand hatte jedoch vor dem Beginn des Entscheids zwei Satzungsänderungen auf Landes- und Bundesebene abgewartet. So wurde das Mitgliederquorum auf ein Fünftel der Mitglieder gesenkt, d.h. der Mitgliederentscheid ist erfolgreich, wenn mindestens ein Fünftel der Mitglieder abstimmen und eine Mehrheit positiv votiert. Zudem wurde für Sachsen-Anhalt die Abstimmung per Briefwahl eingeführt.

Der Mitgliederentscheid ist der erste in der Geschichte des Landesverbandes. Die Mitglieder werden über folgende Frage befinden:

„Bist Du dafür, dass Vollzugspolizisten und -polizistinnen des Landes Sachsen-Anhalt zukünftig im Innen- und Streifendienst ein Namensschild und in geschlossenen Einsätzen anstatt ihres Namens eine sogenannte rotierende Ziffer gut sichtbar an ihrer Uniform oder ihrem Einsatzanzug tragen?“

Jetzt haben alle Mitglieder die Möglichkeit, ihr Votum abzugeben und das Thema zu entscheiden. Wir wollen damit Klarheit für das Thema in der SPD bekommen. Ein solcher Mitgliederentscheid entspricht zudem dem Anspruch der SPD auf mehr Mitgliederbeteiligung.

Die Landtagsabgeordneten Dr. Verena Späthe und Patrick Wanzek als auch die Jusos des Saalekreises möchten dazu alle SPD-Mitglieder des Saalekreises am 16. März 2012 um 18 Uhr zu einer parteiöffentlichen Mitgliedervollversammlng des SPD-Kreisverbandes im Offenen Kanal Merseburg e.V., Geusaer Straße 88 einladen. Pro und Contra der Diskussion werden durch Rüdiger Erben (stellv. Landesvorsitzender) und Martin Trisch (stellv. Juso-Landesvorsitzender) vertreten.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und lebhafte Diskussion!

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